Kategorie-Archiv: Hilfsmittel und Software

22. September 2020

Lieferengpass bei Headsets

Nach einem halben Jahr mit Corona und sehr vielen Videocalls ist vor zwei Wochen mein gutes altes Philips Headset kaputtgegangen. Nachdem bereits ein paar Tage zuvor das Mikrofon aus der Halterung gefallen war und ich es noch für ein paar Tage mit Klebeband fixieren konnte, war nun endgültig der Zeitpunkt gekommen, an dem ein neues Headset her musste. Obwohl mir ein Kunde vor einigen Wochen erzählt hatte, dass es zurzeit Lieferschwierigkeiten bei Headsets geben würde, konnte ich es kaum glauben. Aber in der Tat war es schwierig, ein gutes Headset kurzfristig zu bekommen.

Sennheiser SC 60Meine Vorauswahl fiel dabei auf die Firmen Plantronics, Jabra und Sennheiser. Von Jabra stammt mein aktuelles Bluetooth Headset für das Mobiltelefon und da ich damit recht zufrieden bin, schaute ich zunächst dort nach einem passenden Modell. Leider betrug die Lieferzeit für das gewünschte Modell bei allen vertrauenswürdigen Lieferanten 6 Wochen, ebenso für ein ähnliches Modell von Plantronics.

Am Ende habe ich mich dann für ein Modell von Sennheiser entschieden, das SC60. Es ist leicht aber dennoch stabil, verfügt über einen USB-Anschluss mit Lautstärkeschalter und Mute-Button. Das Mikrofon ist in beide Richtungen schwenkbar und (für mich ein wichtiges Kriterium) man kann Ersatzohrstöpsel kaufen. Die Aufnahmequalität des Mikrofons ist deutlich besser als mit dem alten Philip Headset. Und: Es war das einzige, das mit nur wenigen Tagen Lieferzeit noch bei einem Callcenter-Versandhändler in Frankreich verfügbar war. Unglaublich!

Wer also ein einfaches, aber gutes Headset für Videocalls sucht, dem kann ich das Sennheiser SC60 wärmstens empfehlen. Derzeit muss man bei den meisten Anbietern immer noch mehrere Wochen auf ein gutes Headset warten. Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein neues Headset zu kaufen, sollte besser früher als später eins bestellen.

10. August 2020

Risikomanagement in Lean Projekten

Im ersten Blogpost dieser Miniserie zum „Projektmanagement in Lean Projekten“ hatte ich darauf hingewiesen, dass ein effektives Risikomanagement für Lean Projekte unabdingbar ist. Warum ist das so?

Risikomanagement ist ein Teil des Projektmanagements, der mit wenig Aufwand umsetzbar ist, gleichzeitig aber viele Probleme ersparen kann. Wie bei dem Thema Projektauftrag geht es auch hier darum, sich überhaupt mit dem Thema (Risiken im Projekt) zu beschäftigen. „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ mag vielleicht etwas übertrieben klingen; aber zumindest hat der Projektleiter mit der formal niedergeschriebenen Risikenliste ein Hilfsmittel, um mit dem Auftraggeber und den weiteren Projektbeteiligten die Risiken zu besprechen. Eine Risikenliste, die im Rahmen der Regelkommunikation im Projekt immer wieder besprochen wird, ist schon die halbe Miete, um frühzeitig geeignete Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Wie geht man nun dabei vor?

Zunächst muss man verstehen, dass Risikomanagement einerseits aus der Risikoanalyse und andererseits aus geeigneten Antworten darauf (und deren Nachverfolgung) besteht.

Zu Beginn der Risikoanalyse werden mögliche Risiken aufgelistet. Grundsätzlich empfiehlt es sich, diese Liste nicht nur von einer Person erstellen zu lassen, sondern die Beteiligten an der Liste mitarbeiten zu lassen. Hierzu eignet sich z.B. ein kleiner Brainstorming-Workshop oder einfach eine Rund-E-Mail an alle Projektbeteiligten. Für die Einordnung der Projektrisiken hat sich die folgende Darstellung bewährt:

Risikomanagement Matrix

 

Hierbei wird jeweils die Eintrittswahrscheinlichkeit gegenüber der Schwere des Ereignisses dargestellt. In der Beispieldarstellung entspricht die Größe der Blase der Wichtigkeit dieser Kriterienkombination (damit die wichtigsten Themen direkt ins Auge springen).

Nachdem eine erste Analyse der Risiken stattgefunden hat, sollten Gegenmaßnahmen hierfür festgelegt werden. Die einfachste Variante ist ein Einzeiler pro Risiko, sodass alle Risiken inklusive Gegenmaßnahmen auf eine Powerpoint-Seite passen. Detailliertere Maßnahmenbeschreibungen sind z.B. nach dem Risikomanagement gemäß der Projektmanagementmethode Prince 2 möglich.

Aus den Gegenmaßnahmen ergeben sich im Regelfall weitere To-dos die mithilfe eines sicheren Wiedervorlagesystems vom Projektleiter aufgegriffen und weiterverarbeitet werden. Welche Möglichkeiten es hierfür gibt, erkläre ich im dritten Teil dieser Miniserie, der in den nächsten Tagen erscheinen wird.

Wie halten Sie es mit dem Risikomanagement in Lean Projekten? Nehmen Sie an einer kleinen Umfrage teil und lassen Sie sich die Ergebnisse nach Abschluss der Umfrage zuschicken:

https://survey.zohopublic.eu/zs/DPB8G8