Open Source, Linux & Lean – eine persönliche Perspektive

Seit rund 20 Jahren laufen meine Rechner privat konsequent auf Linux. Das ist für mich mehr als eine Software-Entscheidung – es ist eine Haltung, die sich in vielem wiederfindet, was mich auch fachlich als Berater für Lean Production und Industrial Engineering antreibt. Diese Seite beschreibt diese persönliche Perspektive – kein Angebot, kein Produkt, sondern eine Einordnung, warum beide Welten für mich zusammengehören.

Gemeinsame Prinzipien

Transparenz – Offener Quellcode macht nachvollziehbar, was ein System tatsächlich tut. Genau das ist auch der Kern guter Prozessarbeit: Wertströme, Abläufe und Entscheidungen offenlegen, statt sie als Blackbox hinzunehmen.

Unabhängigkeit – Wer nicht an einen einzelnen Anbieter gebunden ist, bleibt handlungsfähig. In der Produktion heißt das: Abhängigkeiten und damit verbundene Verschwendung vermeiden. In der Software heißt es: kein Vendor-Lock-in.

Langfristigkeit – Offene Systeme sind auf Wartbarkeit und Bestand angelegt, nicht auf kurze Produktzyklen. Das deckt sich mit dem Grundgedanken nachhaltiger statt nur kurzfristig optimierter Prozesse.

Wo sich das in der Praxis zeigt

In meiner eigenen Arbeit: Mein gesamtes Setup läuft auf Linux, ich nutze LibreOffice/OnlyOffice statt Microsoft Office, und für Fabriklayouts und CAD-Zeichnungen arbeite ich mit QCAD.

Darüber hinaus ist die Open-Source-Welt für praktisch jede Disziplin des Industrial Engineering inzwischen gut aufgestellt – eine Auswahl:

  • FreeCAD – 3D-CAD/Konstruktion, offene Alternative zu SolidWorks oder Inventor
  • Python – ein echtes Schweizer Taschenmesser für Rapid Prototyping, Automatisierung und Datenanalyse, zumal es sich hervorragend mit KI-Unterstützung weiterentwickeln lässt
  • Salabim (Python-Bibliothek) – für Materialflusssimulation
  • Pandas – für Datenaufbereitung und -analyse
  • Grafana, ergänzt um Matplotlib/Seaborn – für Datenvisualisierung und Dashboards

Das ist kein Pauschalangebot und keine Aussage, dass jedes dieser Werkzeuge in jedem Projekt zum Einsatz kommt – aber ein Beleg dafür, dass Open Source hier kein Nischen-Bastelkram ist, sondern eine ernstzunehmende, ausgereifte Werkzeuglandschaft.

Einordnung

Diese Seite ist eine persönliche Perspektive, kein Verkaufsangebot und keine Aussage gegen andere Systeme oder bestehende Kunden. Ob und welches Werkzeug im Einzelfall sinnvoll ist, hängt immer vom konkreten Projekt und Kunden ab.

Abschluss

Wer tiefer einsteigen möchte: mehr zu meiner Arbeit als Berater für Lean Production und Industrial Engineering findet sich im Blog und im Newsletter.